Ein wasserreiches Herz für unsere Bäume

Bäume machen unsere Stadt lebens- und liebenswert! Sie tun uns in vielfältiger Weise sehr gut. Gerade im besonderen „Corona“ Jahr 2020 haben vielen Bürgerinnen und Bürger unsere wertvollen Park- und Grünanlagen, aber auch die vielen Bäume im Straßenbereich neu wertschätzen gelernt!

Aber, der Klimawandel hat uns längst erreicht, die 3 letzten sehr trockenen Jahre haben uns dies sehr bewusst vor Augen geführt!

Die massive Trockenheit hat den Bäumen und Gehölzen sehr zugesetzt. Das sich in den etwas regenreicheren Wintermonaten ausgleichende Defizit, wird seit langem nicht mehr erreicht, die Wasservorräte im Boden können sich nicht mehr ausreichend auffüllen. Hinzu kommt, dass sich gerade Straßenbäume durch kleine Baumscheiben, verdichtete Böden, sowie verschiedene Schadstoffeinträge an vielen Standorten bereits an ihrer Toleranzgrenze befinden.

Die Bäume benötigen dringend Ihre Hilfe und Unterstützung!

Werden Sie zu Baumkeepern und bewirten Sie unsere Bäume rund um die festgelegten Teststandorte für Wassercontainer im Stadtgebiet Taucha. Junge Bäume benötigen mind. 60 Liter Wasser pro Woche, Ausgewachsene sogar mind. 80 Liter. Das Jugendparlament und die Stadtverwaltung haben mit „Taucha schenkt aus" einen Modellversuch gestartet und zwei 1.000 Liter Wassercontainer aufgestellt welche nach Bedarf wieder mit Wasser aufgefüllt werden.

Wir bitten diese Container zu achten, Vandalismus oder Diebstahl zu melden (Tom Richter per E-Mail an tom.richter@taucha.de oder telefonisch unter 034298 70 117) und sich am Projekt für unser Stadtgrün zu beteiligen.


In Taucha fließt es

Durch die Ausftsellung von zwei öffentlich nutzbaren Wassertanks können die Jungbäume im Stadtpark durch jedermann bewässert werden. Über die Gießsäcke soll die notwendige Menge angezeigt und gleichzeitig begrenzt werden. Erfolgreiches Anwachsen von Bäumen ist für unsere Zukunft wichtig. Alle Bürger sind eingealden, am Projekt teilzunehmen und sich für unsere Bäume in Taucha zu engagieren.

Sie wollen gießen? Der Zahlencode für das Schloss, um an die Gießkannen zu kommen, lautet für Tank 1: 1960 und für Tank 2: 2260.

 

Stadtgrün

Weit über 15 % der Gesamtfläche der Stadt Taucha sind Grünanlagen, Park- und Waldflächen. Die größte Parkanlage der Stadt ist der Landschaftspark (Stadtpark, früher auch König-Albert Park).

Zur Geschichte des
STADTPARK – LANDSCHAFTSPARK TAUCHA

  • angelegt durch Bürger der Stadt Taucha als Bürgerpark für Erholung und sportliche Ertüchtigung im Parthenauegebiet um 1898 jetzt ca. 110 Jahre alt
  • höchste Erhebung mit 142 m ist der Weinberg mit dem 1923 eingeweihten Aussichtsturm (früher König Albert Turm)
  • Eine nicht begründete Sage vermutet, dass sich dort eine slawische Befestigungsanlage befand. Überliefert ist die Volkssage, dass auf dem Weinberg das Schloss Wyn (Wein) durch Hussiten oder raubende Soldaten um 1433 zerstört worden sein soll.
  • der Stammsitz derer von Haugwitz war als Schlossanlage überliefert, welches durch eigene Hand niedergebrannt wurde
  • um 1760 wurde eine Weinkultur angelegt und diente dem damaligen Rittergut als Hutung
  • ca. 1860 kaufte die Stadt das Areal vom damaligen Stadtgutbesitzer und April 1896 beschloss der Stadtgemeinderat die Anlage eines Stadtparkes
  • Der königliche Oberforstmeister von Wermsdorf sowie der Leipziger Ratsförster Carl Kutschke berieten als Fachleute die Stadt bei der Anpflanzung.
  • Am 23. April wurde zum 70. Geburtstag von König Albert von Sachsen der Stadtpark in „König-Albert-Park“ feierlich eingeweiht
  • viele Bürger, Schulklassen, der Oberpfarrer sowie Stiftungen haben zur Anlage beigetragen
  • der Park umfasste eine Fläche von 10,5 ha, es erfolgte ein weiterer Ausbau mit seltenen Ziersträuchern und Laubbäumen (Tulpenbaum, Scharlacheichen)
  • Es wurden eine Bastei mit Säulen aus schwedischen Virbogranit, eine Sängerterrasse, ein Rosengarten sowie mehrere Denkmale aufgestellt, das Bismarckdenkmal, das Jahndenkmal, das Kriegerdenkmal sowie das König – Albert Denkmal. Leider sind nur nach das Kriegerdenkmal sowie das Jahndenkmal erhalten.

Traditionell wurden immer viele Veranstaltungen im Park abgehalten, so findet in Abständen das große Sängertreffen von verschiedenen Chören statt, zum Jahreswechsel findet das Turmblasen durch die Tauchaer Parforcehornbläser mit Neujahrsansprache statt. Der Aussichtsturm hat jedes Wochenende in den Sommermonaten sowie auf Anfrage für die Besucher geöffnet. Der Blick ins Land sowie in die nahe Stadt Leipzig zeigt die einzigartige Lage des Parkes zwischen Großstadt und Parthenaue

 

Aktuelles zum Stadtgrün

Die Entwicklung, Pflege und Unterhaltung des Landschaftsparks basiert auf dem  Pflege- und Sanierungskonzept, welches mit allen zuständigen Behörden wie:

  • Naturschutzbehörde
  • Denkmalschutz
  • Landesdirektion

abgestimmt und genehmigt ist.
 
Der Landschaftspark ist im "Grünen Ring Leipzig" in den aktuellen Radwegekarten (Parthe-Mulde-Radroute) sowie in der Wanderstudie als besonderes Kleinod ausgewiesen.

Parkanlage „ Schöppenteiche“

Anlage der beiden Teiche 1929 bis 1930 durch Maßnahmen der Arbeitsbeschaffung (ABM-Kräfte)

Anschließend wurde die Parkanlage angelegt.

Die Parthe mit Ihren angrenzenden Strukturen hat regional historische Bedeutung. Die Nutzung der Parthenaue ist so alt wie die Siedlungen entlang der Parthe. Zu Anfang des 20. Jahrhundert war Taucha mit ihrem Park eine der Hauptattraktionen im Leipziger Umland und eines der meistbesuchten Ausflugsziele.

Der Park liegt im Herzen der Stadt, verkehrsgünstig sehr gut zu erreichen, er gehört zum Landschaftsschutzgebiet "Parthenaue – Machern".