Bekanntmachungen und Wissenswertes zur aktuellen Coronavirus-Lage

 

Auf dieser Seite fassen wir für Sie alle notwendigen und wissenswerten Information zur aktuellen Lage um die Coronavirus-Pandemie zusammen.

Wichtige Kontaktdaten

Zuständiges Gesundheitsamt:

Landratsamt Nordsachsen
Gesundheitsamt
Schlosstraße 27
04860 Torgau
Tel.: 03421 758-6301
Fax: 03421 758-856310

Hotlines des Gesundheits­amtes des
Landkreises Nordsachsen:

03421 758 5555 & 03421 758 5556
Montags bis freitags von
07:00 bis 20:00 Uhr und sonnabends
von 09:00 bis 16:00 Uhr.

Ausschließlich für begründete
Verdachtsfälle mit einer Infektion
mit dem Corona-Virus.

NEU!:
Zentrale Corona-E-Mail-Adresse
(als Ergänzung zur Hotline):

corona@lra-nordsachsen.de

Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst:

Tel.: 116 117

 

Die zentrale Corona-Hotline für den
Freistaat Sachsen ist weiterhin unter
0800 100 0214 montags bis freitags
von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende
jeweils von 12 bis 18 Uhr erreichbar.

Bürgerbüro Stadt Taucha:

Tel.: 034298 700

nur telefonisch zu den Öffnungszeiten ->

Öffentliche Bekanntmachungen

Das Kabinett hat am 24. August 2021 eine neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung beschlossen. Sie tritt am 26. August 2021 in Kraft und ist bis zum 22. September 2021 befristet. Die Staatsregierung setzt damit die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz vom 10. August 2021 um.

Die Verordnung stellt einen Paradigmenwechsel im Vergleich zu den bisherigen Corona-Schutz-Verordnungen der Staatsregierung dar: Die Öffnung sowie die Inanspruchnahme von Geschäften, Einrichtungen, Veranstaltungen u.a. sind unter Einhaltung eines schriftlichen Hygienekonzeptes fortan inzidenzunabhängig möglich. Ab einem gewissen Infektionsgeschehen gibt es jedoch Einschränkungen. 

Es wird auch weiterhin dringend empfohlen, den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll getragen werden, wenn sich Menschen im öffentlichen Raum unter freiem Himmel begegnen, ohne dass der empfohlene Mindestabstand eingehalten wird. Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 10 entfällt wie bisher die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes außer im ÖPNV und bei körpernahen Dienstleistungen sowie in Ladengeschäften und Märkten, wenn der empfohlene Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Großveranstaltungen sind unter der Maßgabe zulässig, dass eine Kontakterfassung erfolgt, die Besucher einen negativen Test, Geimpften- oder Genesenennachweis erbringen und ein genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Abseits des eigenen Platzes müssen alle Besucher einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Maßnahmen ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35

Überschreitet der 7-Tage-Inzidenzwert in einem Landkreis oder einer Kreisfreien Stadt an fünf aufeinander folgenden Tagen den Schwellenwert von 35, besteht ab dem übernächsten Tag die Pflicht zur Kontakterfassung und Vorlage eines Genesenen-, Geimpften- oder negativen Testnachweises u. a. für bzw. bei:

  • dem Zugang zur Innengastronomie,
  • der Teilnahme an Veranstaltungen und Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen in Innenräumen,
  • der Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen und Prostitution,
  • dem Sport im Innenbereich und Zugang zu Hallenbädern und Saunen,
  • dem Zugang zu Diskotheken, Bars und Clubs im Innenbereich und
  • der Beherbergung bei Anreise.

In einigen Fällen bestehen auch Ausnahmen von den oben genannten Testpflichten: So sind beispielsweise die Nutzung von Campingplätzen und die Vermietung von Ferienwohnungen von oben genannter Verpflichtung ebenso befreit wie körpernahe Dienstleistungen, Fitnessstudios oder Bäder, sofern die Nutzung bzw. Inanspruchnahme medizinisch notwendig ist.

Für Großveranstaltungen gelten folgende Einschränkungen:

  • Im Innenbereich sind Veranstaltungen mit bis zu 5.000 zeitgleich anwesenden Gästen und einer Auslastung, die maximal 50 Prozent der Höchstkapazität entspricht, möglich. Bei alleinigem Zugang für geimpfte, genesene oder PCR-getestete Personen entfällt die Kapazitätsbeschränkung. Im Außenbereich ist weiterhin eine 100-Prozent-Auslastung unter Beachtung der 3G-Regelung (geimpft, genesen oder getestet) möglich.
  • Im Innen- und Außenbereich mit mehr als 5.000 zeitgleichen Besuchern besteht eine Kapazitätsbegrenzung auf 50 Prozent, wobei insgesamt nicht mehr als 25.000 Besucher zeitgleich zulässig sind.

Darüber hinaus sind Beschäftigte und Selbstständige mit direktem Kundenkontakt bei Überschreiten des 7-Tage-Inzidenz-Schwellenwertes von 35 auch weiterhin verpflichtet, zweimal wöchentlich einen negativen Test nachzuweisen.

Vorwarnstufe

Anstelle der bisherigen Orientierung an den regionalen Inzidenzwerten spielen zukünftig die bereits bekannten Indikatoren der mit COVID-19-Patienten belegten Krankenhausbetten auf der Normal- und der Intensivstation eine bedeutendere Rolle. Auch hier gilt die »5+2-Regel«, d.h. die Schwellenwerte der Auslastung müssen an fünf aufeinander folgenden Tagen erreicht sein um ab dem übernächsten Tag die Maßnahmen in Kraft zu setzen. 

Die sogenannte Vorwarnstufe wird bei einer Belegung von 650 Betten auf den Normalstationen oder 180 Betten auf den Intensivstationen im Freistaat erreicht. Zusätzlich zu den Maßnahmen, die bei einer 7-Tage-Inzidenz über 35 gelten, sind private Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum dann nur bis maximal zehn Personen zulässig. Die Zahl der Hausstände wird dabei nicht berücksichtigt und Geimpfte wie auch Genesene bleiben bei der Zählung ebenso ausgenommen wie Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres.

Überlastungsstufe

Übersteigt die Zahl der im Krankenhaus behandelten COVID-19-Patienten im Freistaat Sachsen 1.300 Betten auf der Normal- oder 420 Betten auf der Intensivstation, ist die Überlastungsstufe erreicht. Im Gegensatz zur Vorwarnstufe ist dann für die Nutzung von Angeboten oder Einrichtungen, für die zuvor ein negativer Test-, Genesenen- oder Impfnachweis benötigt wurde, ein negativer Test nicht mehr ausreichend. Gleiches gilt für Großveranstaltungen. Abweichend davon reicht bei nichttouristischen Beherbergungen weiterhin ein negativer Antigen-Schnelltest aus. Im Fall von Messen ist die Vorlage eines negativen PCR-Tests zulässig. Private Zusammenkünfte sind in der Überlastungsstufe auf Angehörige des eigenen Hausstandes und auf eine weitere Person begrenzt. Geimpfte, Genesene sowie Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres müssen bei der Zählung nicht berücksichtigt werden. 

Mit Inkrafttreten der Vorwarn- oder Überlastungsstufe gelten die entsprechenden Regelungen im gesamten Freistaat Sachsen. 


► Sächsische Corona-Schutz-Verordnung (*.pdf, 0,19 MB) Amtliche Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 24. August 2021 | gültig vom 26. August 2021 bis 22. September 2021

Wirtschaft

Mit dem Soforthilfe-Zuschuss unterstützt der Bund kleine Unternehmen einschließlich Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion, Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe, die aufgrund von Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Pandemie 2020 in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage geraten sind.

Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt für die Förderung sind Solo-Selbständige, Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb und kleine Unternehmen mit bis zu 10,0 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent) mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen.

Was wird gefördert?
Der Soforthilfe-Zuschuss wird als Billigkeitsleistung zur Überwindung einer existenzgefährdenden Wirtschaftslage gewährt, die durch die Coronakrise vom Frühjahr 2020 entstanden ist. Eine existenzgefährdende Wirtschaftslage wird angenommen, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des Antragsstellers voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).

Für den Fall, dass dem Antragsteller im Antragszeitraum ein Miet- bzw. Pachtnachlass von mindestens 20 % gewährt wurde, kann er den fortlaufenden betrieblichen Sach- und Finanzaufwand nicht nur für drei sondern für fünf Monate ansetzen. Eine nachträgliche Senkung der Miete oder Pacht führt nicht zu einer Rückforderung.

Zu den Voraussetzungen, Konditionen sowie zum Ablauf des Verfahrens nehmen Sie bitte Einsicht in folgendes Dokument:

► Informationsblatt der SAB Sachsen zum Förderungsverfahren

Den Antrag können Sie nach vorheriger Registrierung online stellen:
https://portal.sab.sachsen.de/login;showLoginText=true;registrationAllowed=true;foerdergegenstand=05112-16247

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Weiterführende Informationen finden Sie auf https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-ben%C3%B6tigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/soforthilfe-zuschuss-bund.jsp

Fall Sie Fragen zum Prozedere haben sollten, steht Ihnen unser Mitarbeiter Norman Bachmann gerne per E-Mail unter norman.bachmann@taucha.de zur Verfügung.

Liebe Gewerbetreibende und Unternehmer,

gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten wollen wir Ihnen entgegenkommen und Sie unterstützen.

Wir gewähren Ihnen auf Antrag eine zinslose Stundung der Gewerbesteuer für die Fälligkeiten 15.02./15.05.2021 bis zum 31. Juli 2021. Des Weiteren entstehen Ihnen bis zum 31.12.2021 keine Verzugszinsen bei gestundeten Steuern. Damit folgen wir den Empfehlungen des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, des Deutschen Städtetages und des Bundesfinanzministers.

Ebenso gilt dies für die Grundsteuer und die Vergnügungssteuer.

Die Anträge können formlos und schriftlich per E-Mail an info@taucha.de oder über die Hauspost gestellt werden. Wir bitten Sie bei den Anträgen auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu verweisen.

Bitte wenden Sie sich daher an folgende Adresse:
Stadtverwaltung Taucha
Steueramt
Schloßstraße 13
04425 Taucha

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch (Ämterkompass) zur Verfügung.

Marcus Rietig
Fachbereichsleiter Finanzen

Das Corona-Virus ist eine ernsthafte Herausforderung für unsere gesamte Gesellschaft. Nicht nur bei den Bürgerinnen und Bürgern wächst die Sorge, auch in der Wirtschaft ist sie spürbar. Mit Sofortmaßnahmen wird von Politik und Verwaltung auf die Entwicklung durch das Corona-Virus reagiert, um die Wirtschaft so wenig wie möglich zu belasten. Die WFG des Landkreises Nordsachsen stellt auf ihrer Seite zahlreiche Informationen und Links zu Unterstützungsangeboten und Förderprogrammen zusammen.

Lesen Sie die kompletten Informationen unter https://www.wfg-nordsachsen.de/aktuelles-a-1928.html

Mit dem Rundschreiben vom 19. März 2020 informierte der Kommunale Arbeitgeberverband Sachsen in Form von Fragen und Antworten zu Kurzarbeit und Qualifizierung. Grundlage hierfür ist das Gesetz zur befristete, krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld, welches im Bundesgesetzblatt am 14. März 2020 veröffentlicht wurde.

Rundschreiben des KAV Sachsen vom 19. März 2020

Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld

Liebe Unternehmer*innen, suchen auch Sie kurzfristig Aushilfen, Teil- und/ oder Vollzeitkräfte? Wir bieten Ihnen unsere, für Sie kostenlose Unterstützung bei der Vermittlung über unsere Homepage und der sozialen Medien an. Bei Bedarf melden Sie sich bei Norman Bachmann, E-Mail: norman.bachmann@taucha.de oder Telefon: 034298 70116.

Wir benötigen folgende Informationen:

  • Name und Adresse des Unternehmens
  • Art der Tätigkeit
  • Mitzubringende Voraussetzungen?
  • Wie viele Stellen sollen besetzt werden?
  • Voll- oder Teilzeit?
  • Befristung ja/ nein? Wenn ja, wie lange voraussichtlich?
  • Kontaktaufnahme der Bewerber soll wie erfolgen?
  • Sonstiges

Ausbildungszuschuss hilft bei Fachkräftesicherung

Den vom Freistaat Sachsen beschlossenen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung für die von Kurzarbeit betroffenen Ausbildungsbetriebe sieht Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (parteilos) als wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im ländlichen Raum „Ich begrüße diese Initiative ausdrücklich. Gerade für uns im ländlichen Raum ist es außerordentlich wichtig, Ausbildungsplätze zu sichern, um junge Leute als gut qualifizierte Fachkräfte in der Region zu halten“, sagte der Landrat.

Im Landkreis Nordsachsen sind derzeit 1058 Auszubildende bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig sowie weitere 695 Lehrlinge bei der Handwerkskammer (HWK) zu Leipzig gemeldet.                                                                               

Ausbildungsbetriebe, die von Kurzarbeit während der Corona-Krise betroffen sind und nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen, können ab Montag (27.04.20) ihre Förderanträge bei den für sie zuständigen Stellen wie IHK oder HWK einreichen. Die Anträge werden von dort nach Bestätigung der jeweiligen Ausbildungsverhältnisse an die Landesdirektion Sachsen als Bewilligungsbehörde weitergeleitet.

Der einmalige Zuschuss wird in Höhe des individuellen Ausbildungsentgeltes für sechs Wochen (anderthalb Monate) bis zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Kurzarbeitergeld gewährt. Begünstigt werden Ausbildungsverhältnisse in Berufen nach Berufsbildungsgesetz bzw. Handwerksordnung, für die Kurzarbeit bewilligt wurde.

Weiter Informationen zum Ausbildungszuschuss: www.smwa.sachsen.de

Sonstiges

Der Sächsische Städte- und Gemeindetag informiert mit seinem Tagesbrief 02/20 vom 20.03.2020 zum Corona-Virus über weitere wichtige Themen wie z. B. Verzicht auf Elternbeiträge aufgrund der Schließung der Kitas oder auch die Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz, wobei der Arbeitgeber einen Antrag stellen muss.

Verzicht auf Elternbeiträge aufgrund der Schließung der Kitas

Wir möchten Sie über die heutige Vereinbarung der Staatsregierung mit den kommunalen Landesverbänden informieren:
Sachsens Staatsregierung und die Kommunalen Spitzenverbände haben sich am 20. März zur Erstattung von Kitagebühren verständigt.

1.  Für den Zeitraum der Schließung von Kindertageseinrichtungen, Orten der Kindertagespflege und Horten werden keine Elternbeiträge erhoben.

2.  Bis zu einer gesetzlichen Regelung werden die Städte und Gemeinden in die Vorfinanzierung gehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 28,3 Millionen Euro.

3.  Der Freistaat wird die kommunalen Belastungen durch eine zentrale Finanzierungsregelung kompensieren.

4.  Landkreise, Städte und Gemeinden sowie die Staatsregierung sind sich darin einig, die Gespräche fortzuführen, um die enormen Herausforderungen gemeinsam und solidarisch zu meistern.

Über die weiteren Einzelheiten werden wir zu gegebener Zeit informieren.

Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) - Antragstellung durch den Arbeitgeber

Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot unterliegt (§§ 34,42 IfSG) oder unterworfen wird (§ 31 IfSG) bzw. abgesondert wurde (§§ 28 ff IfSG) und einen Verdienstausfall erleidet, hat grundsätzlich Anspruch auf eine Entschädigung. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt.  Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 SGB V gewährt.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, längstens für sechs Wochen, die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet. Im Übrigen wird die Entschädigung von der zuständigen Behörde auf Antrag gewährt.

Die Anträge sind bei der Landesdirektion Sachsen zu stellen. Die Antragsformulare für Arbeitgeber sind und unter folgendem Link abrufbar: https://www.lds.sachsen.de/soziales/?ID=15508&art_param=854

Die Anträge gemäß § 56 IfSG sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder dem Ende der Absonderung bei der Landesdirektion Sachsen zu stellen.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Entschädigung nicht gezahlt wird, wenn aufgrund einer Allgemeinverfügung eine Betriebsstätte geschlossen wird (z. B. Schließung der Kindertagesstätten aufgrund der Allgemeinverfügung des SMS).

Die Entschädigungszahlung erfolgt nur dann, wenn ein behördliches Tätigkeitsverbot nach §§ 34, 42 IfSG im Einzelfall ausgesprochen worden ist.


Des Weiteren möchten wir noch auf zwei weitere wichtige Allgemeinverfügungen verweisen:

► Besuchsverbot in Alten - und Pflegeheimen
► Anordnung von Schutzmaßnahmen in Krankenhäusern

Weitere amtliche Bekanntmachungen sind auf https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html veröffentlicht.


Informationsportal Coronavirus in Sachsen

Auf dem Informationsportal stellt die Sächsische Staatsregierung alle aktuellen Informationen zum  Coronavirus in Sachsen, darunter wichtige Telefonnummern, präventive Maßnahmen sowie Informationen für Verbraucher, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Eltern, Lehrkräfte, medizinisches Personal, Polizei und Justiz zentral zur Verfügung.

Das Portal ist unter folgendem Link aufzurufen: https://www.coronavirus.sachsen.de/

Das Gesundheitsamt des Landkreises Nordsachsen weist nachdrücklich darauf hin, dass Rückkehrer aus den vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebieten unbedingt die Corona-Hotline anrufen sollen. Das gilt auch, wenn sie keinerlei Symptome aufweisen. Unter Telefon 03421-758 5555 und 03421-758 5556 sind Mitarbeiter des Gesundheitsamtes derzeit jeden Tag von 8 bis 16 Uhr erreichbar, auch am Wochenende.

Die Hotline soll dabei helfen, Verdachtsfälle auf eine Infektion mit dem Corona-Virus schnell zu identifizieren. Diese liegen dann vor, wenn jemand

  • Kontakt mit einer nachweislich an Corona erkrankten Personen hatte oder
  • aus einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet kommt.

Stand heute (13.03.20) sind das die internationalen Risikogebiete Italien und Iran, in China die Provinz Hubei (inklusive Stadt Wuhan),  in Südkorea die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang), in Frankreich die Region Grand Est mit Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne sowie das in Deutschland besonders betroffene Gebiet des Landkreises Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Auf den Webseiten des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales (SMS) und des Robert-Koch-Institutes (RKI) ist unter www.sms.sachsen.de und www.rki.de rund um die Uhr gesichertes Expertenwissen aus erster Hand abrufbar. Aktuelle Informationen zum Landkreis Nordsachsen sind unter www.landkreis-nordsachsen.de unter der Start-Rubrik „Infos zum Coronavirus“ erhältlich.

Viele Frauen, die sich aus einer gewalttätigen Beziehung lösen oder vorübergehend Schutz vor häuslicher Gewalt suchen, brauchen eine sichere und betreute Unterkunft für sich und ihre Kinder. Mit finanzieller Unterstützung des Freistaates Sachsen und des Landkreises Nordsachsen wurde jetzt die Frauen- und Kinderschutzwohnung in Torgau instandgesetzt und modernisiert. Sie bietet vier Frauen und ihren Kindern eine Zuflucht. Bis 30. Juni 2020 werden im Raum Delitzsch vier weitere Plätze für Frauen und deren Kinder geschaffen.

Für die Neustrukturierung der Frauenberatungsstelle, den Ausbau von Frauen- und Kinderschutzwohnungen sowie die Schaffung einer eigenständigen Interventions- und Koordinierungsstelle für Nordsachsen hat der Landkreis den Ortsverband Torgau des Deutschen Kinderschutzbundes als Träger gewonnen.

Die Frauenberatungsstelle ist darauf spezialisiert, Frauen und Kinder, die Opfer jeglicher Form von Gewalt geworden sind, zu unterstützen und zu begleiten. Sie ist bereits seit 1. Februar 2020 telefonisch erreichbar.

Die Interventions- und Koordinierungsstelle (IKS) hat ihre Tätigkeit zum 1. April 2020 aufgenommen. Die IKS berät alle Opfer von Gewalt vor allem im Zusammenhang mit einem polizeilichen Einsatz und unterstützt auch im Hinblick auf rechtliche Verfahren nach dem Gewaltschutzgesetz. Die Mitarbeiterinnen gehen dabei auf die Betroffenen zu, stellen psychosoziale Unterstützungsangebote bereit und erstellen Sicherheitspläne zum Schutz der Opfer. Über eine Kooperationsvereinbarung mit der Polizeidirektion Leipzig sind die für den Landkreis Nordsachsen zuständigen Polizeireviere vernetzt, was eine schnelle und koordinierte Beratung ermöglicht.

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstellen sind ausgebildete sozialpädagogische Fachkräfte. Sie beraten kostenlos und auf Wunsch auch anonym. Zusätzlich hat der Deutsche Kinderschutzbund in Torgau eine Notfall-Rufnummer eingerichtet, welche rund um die Uhr erreichbar ist:

Frauenberatungsstelle – Tel. 0179 413 6518
Interventions- und Koordinierungsstelle – Tel. 0176 407 74297
Notfallnummer rund um die Uhr – Tel. 0152 2368 9437

Hintergrund:

Mit der Ratifizierung des Europaratsübereinkommens zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, der sogenannten Istanbul-Konvention, hat sich Deutschland verpflichtet, das bestehende Hilfesystem bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Dazu wurde ein Modellprojekt durch das Bundesfamilienministerium initiiert, an dem auch der Freistaat Sachsen als eines von fünf Bundesländern beteiligt war. Der Kreistag des Landkreises Nordsachsen beschloss im vergangenen Jahr, ab 2020 das Hilfesystem zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt im Landkreis auszubauen. Bisher hatte die Fraueninitiative Torgau e. V. die Beratung durchgeführt und eine Frauenschutzwohnung in Torgau vorgehalten. Seit 1. Februar 2020 kümmert sich nunmehr der Kinderschutzbund Torgau im Auftrag des Landkreises um das Thema häusliche Gewalt im gesamten Landkreis Nordsachsen.