Wanderausstellung „Ein Leben für die Wahrheit“ - über die Ärztin Dr. med. Margarete Blank

Wanderausstellung „Ein Leben für die Wahrheit“ - über die Ärztin Dr. med. Margarete Blank
Dr. med. Margarete Blank
geb. am 21.02.1901 in Kiew
ermordet am 08.02.1945 in Dresden

NOCH BIS 12. JUNI 2017 IM AUSSTELLUNGSRAUM DES STÄDTISCHEN MUSEUMS TAUCHA:

„Ein Leben für die Wahrheit“, so ist die Wanderausstellung über die Ärztin Dr. med. Margarete Blank überschrieben, die vom Förderverein“Dr. Margarete-Blank e. V.“ neu gestaltet und erweitert wurde.

Margarete Blank hat von 1929 bis zu Ihrer Verhaftung durch die Gestapo am 14. Juli 1944 als Landärztin in Panitzsch gearbeitet. Aus den Parthendörfern kamen viele Patienten zu der sehr engagierten und beliebten Ärztin. Sie selbst war oft Tag und Nacht, auch bei Bombenangriffen, unterwegs, um ihren Patienten beizustehen. Dem Nationalsozialismus stand sie ablehnend gegenüber und verurteilte dieses verbrecherische, menschenverachtende Regime. Als Ärztin, Christin und Humanistin übte sie mit ihren Mitteln Widerstand gegen das Naziregime. Ein „Berufskollege“ denunzierte Margarete Blank und wenige Wochen vor Kriegsende wurde sie am 8. Februar 1945 auf dem Schafott in Dresden am Münchner Platz hingerichtet. 72 Jahre nach ihrer Ermordung ist das Interesse am Schicksal der Ärztin ungebrochen. Ihre Hilfsbereitschaft, Aufrichtigkeit und tiefe Menschlichkeit sind beispielgebend bis in unsere Zeit.

Mit der Ausstellung in Taucha würdigen wir auch das unvergessene Wirken von Charlotte Zeitschel für den Förderverein und die Gedenkstätte in Panitzsch.

Bis zur Neueröffnung der ständigen Ausstellung im ehemaligen Wohnhaus von Margarete Blank 2018 wird die Wanderausstellung als Interimslösung in Städten und Gemeinden unseres Bundeslandes zu sehen sein.

Dr. Petra Lau
stellv. Vorsitzende des Fördervereins “Dr. Margarete-Blank e. V.“