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Stadt Taucha und Wasserwerke setzen Projekt für eine bessere Regenwasserableitung in der Sommerfelder Straße um

Die Stadt Taucha und die Leipziger Wasserwerke haben ihre umfangreichen Arbeiten im Kreuzungsbereich Sommerfelder/Kriekauer Straße beendet: Durch den Umbau der Straße und die Entkopplung des Mischwasserkanals von der Ableitung des Oberflächenwassers soll bei künftigen Starkregen das anfallende Wasser gefiltert direkt in den Kleinen Schöppenteich geleitet werden.

Die Stadt Taucha und die Leipziger Wasserwerke haben ihre umfangreichen Arbeiten im Kreuzungsbereich Sommerfelder/Kriekauer Straße beendet: Durch den Umbau der Straße und die Entkopplung des Mischwasserkanals von der Ableitung des Oberflächenwassers soll bei künftigen Starkregen das anfallende Wasser gefiltert direkt in den Kleinen Schöppenteich geleitet werden. „Ziel ist es, das anfallende Oberflächenwasser von den anliegenden Grundstücken fernzuhalten und somit zukünftig auch Überflutungen im Kreuzungsbereich zu vermeiden “, resümiert Tauchas Bürgermeister Tobias Meier.

Die Stadt Taucha investierte in die Gemeinschaftsmaßnahme mit den Leipziger Wasserwerken ca. 310.000 Euro. Mit diesem Projekt wurde das Quergefälle der Straße optimiert und ein qualifiziertes Schnittgerinne mit einer einheitlichen Bordführung geschaffen. Auch wurden neue Gehwege einschließlich Baumscheiben angelegt.

Die Leipziger Wasserwerke stellten umfangreiche Untersuchungen ihres Kanalsystems vor Ort an, um das Abflussgeschehen rekonstruieren zu können. „Hydraulisch funktionieren die Kanäle für die Ableitung des Mischwassers im Normalfall bestens. Extreme Starkregen haben jedoch eine eigene Dynamik – das Kanalsystem muss sie nicht ableiten können; die bisherige Straßengeometrie hat dies oberflächlich aber eben auch nicht geschafft“, erläutert Dr. Ulrich Meyer, Technischer Geschäftsführer der Wasserwerke. „Die nun umgesetzte Lösung zeigt, dass eine funktionierende Ableitung von Oberflächenwasser nur durch das Zusammenspiel von Kommune und Entsorger gelingen kann – sowie dem Zutun der Anlieger, die ihrerseits auch Vorsorge am eigenen Grundstück leisten müssen.“ Im Zuge des Projekts sanierten die Wasserwerke zudem rund 200 Meter der Mischwasserkanäle in Sommerfelder und Kriekauer Straße sowie knapp 400 Meter Trinkwasserleitungen in Sommerfelder und Kriekauer Straße sowie im Auenweg. Rund 1,1 Millionen Euro investierten die Wasserwerke für diese Arbeiten.

Auch der für die Wasserver- und Abwasserentsorgung zuständige Zweckverband für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Leipzig-Land (ZV WALL) würdigte die Fertigstellung der Arbeiten und sieht in dem Projekt sogar Modellcharakter: „Wir möchten alle Kommunen des Zweckverbandes, aber auch Interessenten außerhalb unseres Gebietes auffordern, sich die hier realisierte Lösung anzusehen und sich Anregungen zur Umsetzung in ihrem Verantwortungsbereich mitzunehmen“, sagte Verbandsgeschäftsführerin Jeanine Höse. „Vielleicht gelingt es uns dann auch an anderen Stellen, mit der Unterstützung der Leipziger Wasserwerke ähnliche Maßnahmen zum Schutz vor partiellen Überflutungen zu finden und umzusetzen.“