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Revitalisierung der Industriebrache in der Freiligrathstraße

| Neues aus Taucha

Im Rahmen der Brachflächenrevitalisierung beabsichtigt die Stadt Taucha, das Jahre lang ungenutzte Gelände in der Freiligrathstraße wieder in Wert zu setzen. Für dieses Vorhaben wurde eine Investorengruppe gefunden. Durch die Ansiedlung neuer Firmen auf dem revitalisierten Gelände erwartet die Stadt eine weiterhin positive wirtschaftliche Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Taucha, gerade im Tauchaer Westen. Hier werden die ruinösen Gebäude, die über viele Jahre einen Schandfleck im Stadtgebiet bildeten, zum großen Teil erhalten und saniert.

Schaffung einer Life-Work-Factory mit neuen Arbeitsplätzen

Im Rahmen der Brachflächenrevitalisierung beabsichtigt die Stadt Taucha, das Jahre lang ungenutzte Gelände in der Freiligrathstraße wieder in Wert zu setzen. Für dieses Vorhaben wurde eine Investorengruppe gefunden. Durch die Ansiedlung neuer Firmen auf dem revitalisierten Gelände erwartet die Stadt eine weiterhin positive wirtschaftliche Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Taucha, gerade im Tauchaer Westen. Hier werden die ruinösen Gebäude, die über viele Jahre einen Schandfleck im Stadtgebiet bildeten, zum großen Teil erhalten und saniert.

Ab ca. 1910 wurde hier auf dem Gelände, das sich unweit vom Tauchaer Bahnhof befindet, Emaille hergestellt, danach Rauchwaren (Pelze) und später von der Firma Zeltaplan Medizinbälle und Zeltplanen. Nach der deutschen Wiedervereinigung produzierten hier dann vom Ankerwerk die bekannten Ankerstones und anschließend kam es nur noch zu einer künstlerischen Nutzung des Objektes.

Nachdem im Jahr 2009 die letzten Mieter/Pächter das 7.000 m² große Areal verließen, haben die Gebäude durch Verwüstung, Zerstörung und diverse Brände stark gelitten und sind zum Lost Place für Taucha geworden. Die Ruine wurde ab dann regelmäßig von Jugendlichen als Tummelplatz aufgesucht.

Seit geraumer Zeit machte sich die Stadt Taucha Gedanken, wie man das Areal sinnvoll nutzen kann. Das Gelände wurden von den Städtischen Gesellschaften Stück für Stück von verschiedenen Besitzern zurückgekauft. Danach kaufte die Stadt selbst den vorderen Teil der Städtischen Gesellschaften ab, um in den Genuss von Fördermittel für das Großprojekt zu kommen.

Nun stand die Frage im Raum, das Ensemble komplett abzureißen und darauf neuzubauen oder den Bestand zu sanieren. Würde das gesamte Objekte abgerissen werden, müsse es 10 Jahre lang brachliegen, bevor es wieder bebaut werden darf. Zudem kämen laut Gutachten über die Städtischen Gesellschaften Abrisskosten von über 1 Mio. € zu Stande. Ohne Fördermittel ließe sich das nicht stemmen.

Als Teil einer Investorengruppe kommt der Architekt Dipl. Ing. Marco Stelzel jetzt mit ins Spiel, der mit dem Projekt etwas Besonderes und Nachhaltiges für Taucha schaffen, und seine Vision in die Tat umsetzen möchte. Bereits im Dezember 2019 fanden erste Gespräche mit Bürgermeister Tobias Meier statt. Hierbei ging es zuerst um die Sanierung der nahegelegenen Villa.  Ein halbes Jahr später dann im Mai 2020 stellte der Naunhofer seine Vision einer Life-Work-Factory vor, mit dem Ziel, so viel wie möglich des Altbaus der Industriebrache zu erhalten und zu sanieren.

Tobias Meier und Marco Stelzel sehen hier eine gute Entwicklungsmöglichkeit, mitten in der Stadt, mit der Nähe zur Autobahn sowie der guten Anbindung an den ÖPNV. Die Lage ist perfekt, um hier ein neues Quartier zu errichten.

Stelzel hat rechtzeitig erkannt, dass das Areal mit seiner hervorragenden Lage viel Potenzial hat: „Mit dem grünen Licht von Bauaufsichtsbehörde und Denkmalschutz war es für mich klar: Die Brache ist das perfekte Areal für meine Vision einer gemischten Nutzung von Arbeiten und Wohnen. Hier werden kreative Menschen mit- und nebeneinander arbeiten“.

In dem geplanten Sanierungsobjekt werden ansprechende Loft-Offices, Wohnungen, Co-Working-Bereiche für IT & Engineering, in der Westhalle Räumlichkeiten für Events/Sport/Kita sowie im vorderen Bereich ein Garten Café und eine Mensa entstehen. Das Investitionsvolumen wird auf 10 bis 15 Mio. Euro geschätzt, bis 2025 ist die Fertigstellung geplant.

„Wir freuen uns, mit der Vision einer „Life-Work-Factory“ ein neues Zentrum zu schaffen, das Arbeit und Wohnen miteinander vereint. Hier wird eine dreistellige Anzahl neuer Arbeitsplätze entstehen, die die Wirtschaft in unserer Stadt stärken. Einer der letzten Schandflecke von Taucha wird hiermit beseitigt“ so Bürgermeister Tobias Meier sichtlich erfreut.

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Revitalisierung der Industriebrache in der Freiligrathstraße
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Revitalisierung der Industriebrache in der Freiligrathstraße
Revitalisierung der Industriebrache in der Freiligrathstraße
Tobias Meier und Marco Stelzel